Leitbilder / Leitlinien
Leitbilder
Leitbild des Ausbildungszentrums für Verwaltung vom 21. November 2013
Das Ausbildungszentrum für Verwaltung
…ist eine integrative Bildungseinrichtung für Studium, Aus-, Fort- und Weiterbildung des öffentlichen Dienstes in Schleswig-Holstein und darüber hinaus. Zu unseren Aufgaben zählen auch die angewandte Forschung und die praxisnahe Beratung. Mit unseren drei Bereichen, der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung, der Verwaltungsakademie und dem Kompetenzzentrum für Verwaltungs-Management, erbringen wir Dienstleistungen insbesondere für die öffentliche Verwaltung.
Werte
Maßstab unseres Handelns sind die Werte des freiheitlich demokratischen und sozialen Rechtsstaates auf der Grundlage der Landesverfassung, des Grundgesetzes und des Europarechts, insbesondere der Grundrechtecharta.
Auf dieser Grundlage ist die vorurteilsfreie Zusammenarbeit mit allen Menschen für uns ein besonderes Anliegen.
Wir stehen für die Gleichstellung der Geschlechter und sind familienfreundlich ausgerichtet. Die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung ist für uns selbstverständlich. Gegenüber Menschen anderer Kulturen sind wir aufgeschlossen.
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ausbildungszentrums verstehen sich als Team und begegnen sich mit Offenheit und gegenseitiger Wertschätzung.
Ziele
Zu unseren Trägern – dem Land, den Kommunen und den Rentenversicherungsträgern – unterhalten und pflegen wir ein enges, vertrauensvolles und aktives Kooperationsverhältnis. Wir arbeiten partnerschaftlich mit zahlreichen anderen Einrichtungen und Institutionen zusammen.
Ein anforderungsgerechtes Dienstleistungsangebot gegenüber unseren Kundinnen und Kunden ist uns ein besonderes Anliegen.
Die Ausrichtung an hohen Qualitätsstandards und Erfordernissen der Praxis sind wichtige Säulen für unser zukunftsorientiertes Handeln. Die bedarfsgerechte Weiterwicklung der Studien- und Bildungsangebote wird durch ein systemisches Qualitätsmanagement gewährleistet. Gender Mainstreaming, Diversity Management, eine internationale Ausrichtung und Kooperationen mit in- und ausländischen Bildungseinrichtungen gehören zu unserem Zielekanon.
Botschaft
Wir setzen diese Ziele im täglichen Handeln hochqualifiziert, eigenverantwortlich und gleichzeitig serviceorientiert um.
Mit unseren Werten und Zielen wollen wir Vorbild sein.
Altenholz, den 6. Februar 2014
Leitbild "Gute Lehre" des AZV vom 4. Mai 2026
Leitbild „Gute Lehre“
Didaktische Grundprinzipien für Lehre und Lernen am AZV
Gute Lehre am AZV …
1. ist kompetenzorientiert und klar ausgerichtet – Constructive Alignment
Die Lehrenden am AZV gestalten Lernziele, Lernaktivitäten und Prüfungen so, dass sie klar aufeinander abgestimmt und Lernwege zum Kompetenzerwerb transparent sind. Die Lernenden wissen, was von ihnen erwartet und wie ihre Leistung gemessen wird.
2. ist praxisnah und zukunftsorientiert
Die Lehrenden am AZV fördern die Anwendung des Gelernten in der beruflichen Praxis, stärken Future Skills (klassische, technologische, digitale und transformative Kompetenzen) und unterstützen Lernende beim Transfer ihres Wissens und ihrer Kompetenzen in berufliche Handlungssituationen.
3. ist feedbackreich und lernbegleitend
Die Lehrenden am AZV setzen auf kontinuierliche formative (= begleitende) Evaluation und geben regelmäßiges, zeitnahes Feedback, das Lernprozesse sichtbar macht, Lernende wirksam weiterbringt und sie zu kontinuierlicher Reflexion anregt.
4. aktiviert und fördert kritisches, eigenständiges Denken
Die Lehrenden am AZV regen zu kritisch-analytischem Denken an, nutzen kognitiv herausfordernde Aufgaben und unterstützen die Lernenden dabei, ihre eigenen Lernstrategien bewusst weiterzuentwickeln.
5. bietet Struktur, Orientierung und ein positives Lernklima
Die Lehrenden am AZV schaffen klare Rahmenbedingungen, geben Orientierung und ermöglichen eine wertschätzende Lernumgebung mit positiver Fehlerkultur.
6. nutzt gezieltes Üben – deliberate practice
Die Lehrenden am AZV ermöglichen wiederholtes, herausforderndes Üben mit klaren Rückmeldungen, damit Lernende Kompetenzen Schritt für Schritt vertiefen und professionalisieren können.
7. ist lernendenzentriert und partizipativ – shift from teaching to learning
Die Lehrenden am AZV beziehen Lernende durch kooperatives und kollaboratives Lernen aktiv in Lernprozesse ein, fördern Eigenverantwortung und schaffen Räume für Mitgestaltung, Kooperation und Peer-Learning.
8. ist agil und anpassungsfähig und fördert nachhaltiges, lebenslanges Lernen
Die Lehrenden am AZV reagieren flexibel auf neue Anforderungen in Verwaltung und Gesellschaft, gestalten iterative Lehr-Lernprozesse und passen Inhalte, Methoden und Formate kontinuierlich an. Adaptives Lernen unterstützt Lernende dabei, Veränderungen kompetent zu bewältigen.
Lehre und Lernen am AZV stärkt Metakognition, Selbstregulation und die Motivation, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln – als Grundlage für eine lernorientierte Verwaltungskultur im permanenten Wandel.
9. nutzt digitale, hybride und virtuelle Didaktik
Die Lehrenden am AZV verbinden Präsenz-, Online- und virtuelle Lernräume zu einem kohärenten Gesamterlebnis. Sie setzen Blended-Learning-Formate, interaktive Tools, kollaborative Plattformen sowie AR/VR-Umgebungen ein, um Lernen flexibel, wirksam und praxisnah zu gestalten.
10. ist raumsensibel Lernräume als aktive Mitgestalter von Lehre
Die Lehrenden am AZV nutzen und gestalten Lernräume, die didaktische Prinzipien sichtbar und erlebbar machen. Die räumliche Umgebung unterstützt flexible Lehrformate, fördert kollaboratives und individuelles Lernen und ermöglicht hybride, digitale sowie informelle Lernformen. Offene Begegnungszonen, adaptive Räume, Lerninseln und digitale Studios machen Lehren und Lernen zukunftsorientiert erlebbar. Die Campusgestaltung wird als Teil einer gemeinsamen Lernkultur verstanden und schafft eine Umgebung, die Identifikation, Wohlbefinden und Bildungsqualität stärkt.
11. ist reflexiv und zukunftsoffen Lehre und Raum als dynamische Entwicklungsaufgaben
Die Lehrenden und Gestaltenden am AZV begreifen Lehre und Lernumgebungen als fortlaufende Prozesse. Didaktische Konzepte, Formate und Raumstrukturen werden kontinuierlich überprüft, weiterentwickelt und an sich verändernde Anforderungen angepasst. Basis hierfür sind Feedback, wissenschaftliche Erkenntnisse, technologische Entwicklungen und ein partizipativer Dialog zwischen Lehrenden, Lernenden, Verwaltung und Planung. So bleibt die Hochschule lernfähig, innovationsfreundlich und zukunftsorientiert.
12. ist institutionell gestützt durch ein Kompetenzzentrum für Didaktik und Lerninnovation
Die Weiterentwicklung von Lehre und Lernräumen am AZV wird durch ein (hochschul-)didaktisches Kompetenzzentrum systematisch begleitet. Es unterstützt Lehrende bei der Umsetzung innovativer didaktischer Konzepte sowie der Gestaltung und Erprobung digitaler und hybrider Lernformate. Darüber hinaus koordiniert es Qualifizierungsangebote, fördert Austausch, Peer-Learning und Lehrforschung und wirkt an der Schnittstelle zu Digitalisierung, Raumplanung und Organisationsentwicklung. So wird Gute Lehre strategisch verankert und nachhaltig wirksam gemacht.
Quellen:
Bischof, Engel (2017): Qualitätsoffensive für Gute Lehre. Konzeption einer didaktischen Fortbildungsreihe. Ausbildungszentrum für Verwaltung.
Boentert (2025): Evaluationen von Lehrveranstaltungen und Studiengängen. Die eigene Praxis hinterfragen und weiterentwickeln. Fortbildungsdokumentation. Wandelwerk – Zentrum für Qualitätsentwicklung. Münster.
Brandt (2025): John Hattie: Weniger Lehrplan, mehr Leidenschaft! Deutsches Schulportal der Robert Bosch Stiftung. Online unter: John Hattie: Weniger Lehrplan, mehr Leidenschaft! – Deutsches Schulportal [19.11.2025]
Gandt et al. (2024): Co-kreatives Lernen und Lehren. Hochschulbildung im Zeitalter der Disruption. Wvb Publikation. Bielefeld.
Gesetz über die Hochschulen und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Hochschulgesetz – HSG) in der Fassung vom 5. Februar 2016. Online unter: https://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/perma?a=HSchulG_SH [14.11.2025]
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Saarland (2013): Die Hattie-Studie. Forschungsbilanz und Handlungsperspektiven. Saarland.
Landesverordnung zur Regelung der Studienakkreditierung des Landes Schleswig-Holstein (Studienakkreditierungsverordnung SH) vom 16. April 2018 (GVOBl. Schl.-H. S. 148) GS Schl.-H. II 221-40-2. Zuletzt geändert durch Art. 1 ÄndVO zur StudienakkreditierungsVO vom 7.7.2025 (GVOBl. Schl.-H. Nr. 102). Online unter: Landesverordnung zur Regelung der Studienakkreditierung des Landes Schleswig-Holstein – Studienakkreditierungsverordnung SH – beck-online [14.11.2025]
Schneider, Mustafić (Hrsg.) (2015): Gute Hochschullehre: Eine evidenzbasierte Orientierungshilfe. Wie man Vorlesungen, Seminare und Projekte effektiv gestaltet. Springer. Berlin, Heidelberg.
Schneider, Stern (2010). The cognitive perspective on learning: Ten cornerstone findings. In H. Dumont, D. Istance, & F. Benavides (Hrsg.), The nature of learning: Using research to inspire practice (S. 69–90). Paris: Organisation for Economic Co-Operation and Development (OECD).
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft (2013): Charta gute Lehre. Grundsätze und Leitlinien für eine bessere Lehrkultur. Essen.
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft (2022): Hochschul-Bildungs-Report 2020. Executive Summary. Essen.
Ulrich (2016): Gute Lehre in der Hochschule: Praxistipps Zur Planung und Gestaltung von Lehrveranstaltungen, Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH. Wiesbaden.
Visible Learning Limited Partnership and Cognition Education Group (2017): Visible Learning plus. 250+ Influences on Student Achievement. Online unter: VLPLUS-252-Influences-Hattie-ranking-DEC-2017.pdf [19.11.2025]
Waack (2025): Visible Learning – Lernen sichtbar machen. Online unter: https://visible-learning.org/de/ [14.11.2025]
Altenholz, den 4. Mai 2026
Leitlinien
Leitlinie für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) an der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung (FHVD) vom 4. Mai 2026
Die Leitlinie für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) an der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung (FHVD) vom 4. Mai 2026 finden Sie hier.

