Bachelorabschlussfeier des 17. Studiengangs für den Polizeivollzugsdienst des Landes Schleswig-Holstein

Es war ein Moment voller Stolz, Erleichterung und spürbarer Vorfreude, als am 26. Juni 2026 in den Holstenhallen in Neumünster ein ganz besonderer Festakt stattfand. Der 17. Bachelorjahrgang des Polizeivollzugsdienstes des Landes Schleswig-Holstein feierte seinen erfolgreichen Abschluss. Insgesamt 217 Absolventinnen und Absolventen markierten mit diesem Tag das Ende einer intensiven, herausfordernden Ausbildung und gleichzeitig den Beginn eines neuen, bedeutsamen Lebensabschnitts im Dienst für die Gesellschaft.

Der Festakt begann mit einem emotionalen Höhepunkt, der die Stimmung in der vollbesetzten Halle sofort festlegte. Vor ca. 1500 Gästen zogen nach den traditionellen Klängen des Marsches „Gruß an Kiel“ die 217 Absolventinnen und Absolventen in die große Festhalle ein. Begleitet von tosendem, langanhaltendem Applaus der Familien, Freunde, Ehrengäste und Lehrkräfte bot der Einmarsch ein Bild der Geschlossenheit.

Im Anschluss übernahmen der Präsident der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung, Herr PD Dr. Jens T. Kowalski, sowie die Dekanin des Fachbereiches Polizei, Frau Leitende Polizeidirektorin Gaby Häuser, die feierliche Begrüßung und Eröffnung der Veranstaltung. Beide hießen die Anwesenden herzlich willkommen und brachten ihre tiefe Anerkennung für die erbrachte Leistung des Jahrganges zum Ausdruck, der sich in den vergangenen Jahren den hohen theoretischen und praktischen Anforderungen der Ausbildung gestellt hatte.

Die Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport, Frau Magdalena Finke, hob in ihrem Festvortrag die fundamentale Rolle der neuen Beamtinnen und Beamten für den Schutz des Rechtsstaates hervor. Sie betonte nachdrücklich, dass die Absolventen ab heute Teil einer starken Gemeinschaft seien, deren oberstes Gut die Verlässlichkeit darstelle. Die Ministerin fand dabei sowohl richtungsweisende als auch zutiefst wertschätzende Worte, sparte jedoch auch die Realität des Dienstalltags nicht aus: Das polizeiliche Handeln stehe u.a. unentwegt im Fokus der Öffentlichkeit. Umso wichtiger sei es, stets als Vorbild zu agieren. In Zeiten globaler und regionaler Unsicherheiten seien die jungen Polizistinnen und Polizisten die Garanten für Freiheit, Sicherheit und die demokratische Grundordnung.

In einer gemeinsamen Rede blickten stellvertretend für den gesamten Jahrgang drei Noch-Studierende auf die vergangenen drei Jahre des Studiums zurück. Sie erinnerten an durchwachte Nächte vor Prüfungen, an kameradschaftliche Momente und richteten einen herzlichen Dank an die Dozierenden sowie die Ausbilderinnen und Ausbilder. Auch die Studierenden machten deutlich, dass sie ihr Amt in einer Zeit tiefgreifender politischer und gesellschaftlicher Herausforderungen antreten. Sie begreifen sich fortan als „Gesichter der Demokratie“, die tagtäglich auf der Straße für ein friedliches Miteinander einstehen.

Der Leiter der Polizeiabteilung des Landes Schleswig-Holstein, Herr Ministerial-dirigent Ingo Minnerop, knüpfte in seiner Ansprache direkt daran an. Mit den Worten „Das gemeinsame Ziel ist erreicht“ fasste er die Erleichterung des Tages zusammen. Er sprach von einer gesunden Ehrfurcht vor den kommenden Aufgaben, betonte jedoch im selben Atemzug, dass die wahre Stärke der Polizei in der Gemeinschaft liege. Der Polizeiberuf sei kein Beruf wie jeder andere; er präge den Menschen ganzheitlich. In diesem Kontext unterstrich er die enorme Bedeutung von dienstlichen und persönlichen Kontakten, die das Fundament für ein langes, gesundes Berufsleben bilden. Der heutige Erfolg sei zudem nicht nur ein Erfolg für die Absolventinnen und Absolventen selbst, sondern gleichermaßen für deren Angehörige, die über Jahre hinweg Rückhalt geboten hätten. Die Leistungsbereitschaft des gesamten Jahrganges sei von unschätzbarem Wert für das Land, und der künftige dienstliche Alltag müsse stets von Respekt und Vertrauen geprägt sein.

Nun folgte, passend zu den klimatischen Bedingungen draußen vor der Halle, der formelle und am heißesten ersehnte Teil der Veranstaltung, die Bachelorisierung und Ernennung.

Insgesamt wurden 217 Studierenden ihre Bachelorurkunden sowie ihre Ernennungsurkunden zu Polizei- oder Kriminalkommissarinnen und -kommissaren überreicht. Damit fand der jahrelange Fleiß seine offizielle Würdigung.

Besonders hervorzuheben war die vorangegangene Ehrung und Ernennung der 10 Jahrgangsbesten, die für ihre herausragenden akademischen und praktischen Leistungen eine besondere Anerkennung auf der Bühne erhielten. Sie wurden im Rahmen des Festaktes durch Frau Finke, Herrn Dr. Kowalski, Herrn Ministerialdirigenten Minnerop, Frau Landespolizeidirektorin Dr. Freyher und Herrn Leitenden Polizeidirektor Dunka feierlich geehrt. Neben den Urkunden wurden ihnen Präsente überreicht.

Das Schlusswort und die offizielle Verabschiedung oblagen nun wieder der Dekanin des Fachbereiches Polizei, Frau Häuser. Sie blickte mit Stolz und tiefer Zufriedenheit auf die Entwicklung des 17. Jahrganges zurück. Aus den Studierenden seien nun Profis geworden, die sich bereitwillig den anstehenden Herausforderungen des polizeilichen Alltags stellen werden. Dazu gehören auch die vielen positiven Erlebnisse und schönen Momente, die der Beruf im Land „Zwischen den Meeren“ mit sich bringt.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt durch das Polizeiorchester der Stadt Hamburg unter der Leitung von Herrn Ralf Steltner, das den feierlichen Rahmen perfekt untermalte.

 

Der Festakt klang mit dem gemeinsamen Singen des Schleswig-Holstein-Liedes in einem würdevollen Rahmen aus. Der Tag wird den Absolventinnen und Absolventen, ihren Familien und allen Beteiligten als ein bedeutsamer Meilenstein in Erinnerung bleiben.

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